ACT · 10. Februar 2026
ACT verständlich erklärt

ACT steht für Akzeptanz- und Commitment-Therapie, entwickelt von Steven C. Hayes und Kolleg:innen. Im Zentrum steht nicht der Versuch, unangenehme Gedanken oder Gefühle loszuwerden, sondern ein anderer Umgang mit ihnen — und Schritte in Richtung dessen, was im eigenen Leben wirklich zählt.
Sechs Prozesse, ein gemeinsames Ziel: psychologische Flexibilität
Das Modell psychologischer Flexibilität, auf dem ACT basiert, beschreibt sechs zusammenhängende Prozesse: kognitive Defusion (Abstand zu Gedanken statt Verschmelzung mit ihnen), Akzeptanz, Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment, das Selbst als Kontext, Werte und engagiertes Handeln. Diese sechs Prozesse werden häufig zu drei größeren Bereichen zusammengefasst: präsent sein, sich öffnen und tun, was einem wichtig ist.
Warum „Akzeptanz“ hier nicht Resignation bedeutet
Akzeptanz meint in ACT nicht, schwierige Situationen gutzuheißen oder passiv hinzunehmen. Gemeint ist, den inneren Kampf gegen unvermeidliche Gedanken und Gefühle aufzugeben, um Energie für das freizusetzen, was tatsächlich verändert werden kann — nämlich das eigene Handeln in Richtung der eigenen Werte.
Wo wir mit ACT arbeiten
ACT-Elemente fließen bei uns unter anderem in die Paararbeit und die Traumabegleitung ein: bei Paaren, um Kommunikation und Handlungsfähigkeit auch in schwierigen Momenten bewusster zu gestalten, in der Traumabegleitung als eine von mehreren Methoden zur Stabilisierung. Immer angepasst an Tempo und Anliegen der jeweiligen Person.
